
Hey, I just met you, and this is crazy~
But here′s my number, so call me, maybe ♥
- Carly Rae Jepsen: Call me maybe -
Outfit: | Teamtreffen ♥
Während sich die rosa haarige ein Löffelchen Pudding nach dem anderen gönnierte und ab und zu ihre zart-rosa Augen abwechselnd von der herzlichen Kae zu dem einschüchternden, gut aussehenden Pfeilerkind namens Mamoru wandern ließ, fragte sie sich, ob sie insgeheim auch einmal zu beiden so eine gute Bindung haben würde. Wünschen würde sie es sich von Herzen, sah sie bei der Akimichi definitiv eine Chance, während sie sich schon sehr von Mamoru einschüchtern ließ. Die Kuchiki konnte noch nicht einordnen, ob es an seinem hervorragenden Aussehen und seinem angenehmen Geruch lag, oder an seiner sehr schroffen, direkten, aber irgendwie trotzdem zuvorkommenden Art. Stumm seufzte sie, ließ sich kurzerhand und nachdem sie geknickt auf ihren Nachtisch geschaut hatte, einen Löffel Pudding von dem Yuuki stibitzen. Seine goldenen Augen blitzen ihrem Blick schelmisch entgegen und sie errötete etwas, als er auch noch erwähnte, dass dies quasi eine Art von Flüssigkeitsaustausch war, wenn auch über ein Objekt wie den Löffel. Für die schüchterne Sakura war das ein Grund, dass ihr Herz anfing zu pochen. Diese Aussage regte doch etwas in ihr an, was sie nicht ganz zuordnen konnte. Es musste einfach an seiner Ausstrahlung liegen, die sie faszinierend und auch einschüchternd zugleich fand. Nun, mit Kae's eingeleiteter Verabschiedung, schien auch das erste Teamtreffen abgeschlossen zu sein, immerhin glaubte sie nicht daran, dass Mamoru und sie noch irgendwas alleine machten, zudem er es leider nervig fand, mit Sakura zu kommunizieren, was ihr ebenfalls noch einmal einen Stich versetzte. Nach einer herzlichen Verabschiedung von der Genin, die Mamoru in dem Ausmaß abgelehnt hatte - konnte Sakura sich schon einmal merken: Der Schwarzhaarige mochte Umarmungen nicht. Wurde direkt mental notiert! Schließlich wollte sie nicht noch einmal für eine unangenehme Situation sorgen, hinterher verachtete er sie wirklich noch …
Den Worten des Yuuki lauschend, die er verabschiedend zu seiner Teamkameradin sagte, stimmte sie hin und wieder mal mit einem Nicken zu. Anscheinend hatte er das mit dem Medic-Nin seines Vertrauens ernst gemeint und würde Sakura am nächsten Morgen einen potenziellen Lehrer vorstellen wollen. Sich in den Saum ihres Rocks gekrallt, schaute sie starr auf ihren Teller. Solch eine Fürsorglichkeit bzw. Hilfsbereitschaft kannte sie bis dato nur von Mira. Dass Mamoru dies tat, wenn vielleicht auch aus Team-essentiellen Zwecken, bedeutete ihr viel. Klar, er würde daraus nicht so ’ne große Nummer machen, aber wenn man wie Sakura nicht viele Freunde hatte und gelernt hatte, sich abzunabeln, um niemandem eine Last zu sein - war das eben so ein Aspekt wie die Welt für sie. Kae nickte ab, winkte und war dann wenige Augenblicke später die Tür raus und verschwunden. Sich zu dem Chunin gedreht, um sich ebenfalls kurz zu verabschieden, wurde sie von einer Nachricht von Rin kurzerhand unterbrochen, auf die sie zügig geantwortet hatte. Der Matsuoka hatte sich erkundigt, wie ihr Teamtreffen abgelaufen war, und nachdem sie ihn darüber in Kenntnis gesetzt hatte, widmete sie ihre Aufmerksamkeit wieder gänzlich Mamoru. Dieser war um einiges größer als sie, selbst im Sitzen, und seine goldenen Augen fixierten die ihren von oben herab, dass es ihr beinah eine Gänsehaut bescherte. Sich zu ihr etwas hinuntergebeugt, schluckte Sakura nervös und zupfte sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und hinter das Ohr. Die Worte, die er dann sprach, veranlassten sie dazu, ihren Kopf schräg zu legen, und aufmerksam hing ihr Blick an seinen Lippen. Wieso hasste er Menschen? Dazu musste es doch eine Geschichte geben, die Sakura nur zu gern hören würde. Doch als er mit dem Zeigefinger auf den Hals, ungefähr dahin, tippte, wo normalerweise ihr intakter Kehlkopf sitzen müsste, wurde die Stelle ihrer Haut irgendwie heiß und fing an zu kribbeln. Sie wurde rot und nickte ihm dankbar zu, umklammerte ihr Terminal etwas stärker und kämpfte gegen den Drang an, ihm eine Nachricht einzutippen. Als er sagte, sie sollte Kae nicht sagen, dass er zur Not darüber nachdachte, die Gebärdensprache zu lernen, nickte sie hektisch und schenkte ihm dann wieder ein ehrliches, von Herzen kommendes Lächeln. Reflexartig griff sie nach seiner freigewordenen Hand und drückte diese leicht, um ihm dennoch eine Art von Dank entgegenzubringen. Vielleicht war er doch viel lieber, als er selbst sein wollte, doch für die kleine Kuchiki bedeuteten seine Worte alles, und am liebsten wäre sie ihm um den Hals gesprungen vor Dank.
Dann stand sie auf, richtete sich einmal den Rock, strich über den knittrig gewordenen Stoff und steckte ihr Terminal ein. Sich ihr Tablett geschnappt, formte sie langsam mit den Lippen die Worte: <Gute Nacht Mamoru> und würde dann, nachdem sie das Essenstablett in die vorhergesehene Ausrichtung gepackt hatte, die Cafeteria verlassen...
TBC: Rin's Zimmer (auch wenn diese Erkenntnis erst unterwegs ins Wohnheim kommt)















