I've got to move on and be who I am
I just don't belong here, I hope you understand
We might find a place in this world someday
But at least for now, i gotta go my own way ♥- Gotta go my own way_ High School Musical 2 -Sakura hatte Mamoru aufmerksam zugehört, während ihre Finger immer wieder über die Tasten ihres Terminals glitten. Seine Geschichte über seine frühere Existenz, seine Verbindung zu Tia und die Tatsache, dass er durch Takashi und Tia eine neue Existenz erhalten hatte, ließ sie sichtlich nachdenklich werden. Eine ganze Weile betrachtete sie ihn einfach nur, bevor sie so an ihn heranrutschte, dass er direkt, während sie tippte, mitlesen konnte. Sie saßen nun quasi Schulter an Schulter, auch wenn dies nicht ganz hinkam bei ihrem Größenunterschied. Die Kuchiki fing an, in ihre Notiz-App für ihn einzutippen:
<Dann... bist du also nicht einfach nur jemand, der Menschen nicht mag...> Sie hielt kurz inne und fügte hinzu:
<Du hast Dinge erlebt, die deine Sicht auf sie verändert haben, verstehe...> Ihr Blick wurde sanfter, dann schrieb sie weiter:
<Das macht deine Gefühle verständlicher. Aber ich glaube trotzdem nicht, dass deine Vergangenheit bestimmen muss, wie du heute über alle Menschen denkst... Aber lass mir doch einfach meinen Gutglauben, kannst es auch gerne Naivität nennen!>Als Mamoru anschließend erklärte, dass er noch immer genauso aussah wie früher und lediglich über ein dämonisches Chakranetzwerk verfügte, neigte Sakura leicht den Kopf. Ihre Neugier war ihr deutlich anzusehen … Wieder bewegten sich ihre Finger:
<Dann ist dein Körper also derselbe... aber das, was in ihm steckt, ist anders?> Ein kleines Fragezeichen erschien am Ende ihrer Nachricht. Als er anschließend bemerkte, dass sie ihn ungewöhnlich intensiv ansah, wurde Sakura prompt rot. Sie senkte für einen Moment den Blick auf ihr Terminal, ehe sie widerwillig eingab:
<Ich versuche nur, dich zu verstehen...> Nach kurzem Zögern folgte: <Du bist... schwer einzuschätzen...> Bei seiner provokanten Frage über andere Anderswesen hielt sie inne. Sakura dachte sichtbar darüber nach, bevor sie schließlich antwortete:
<Nicht viele. Aber ich glaube nicht, dass man eine ganze Gruppe beurteilen kann, wenn man nur schlechte Erfahrungen mit einigen von ihnen gemacht hat...> Ihre Finger hielten kurz inne, dann sah sie ihn noch einmal eingeschüchtert an, ehe sie sie sich auf die ihr mögliche Art weiter mit ihm verständigte:
<Vielleicht hattest du einfach Pech mit den Menschen, denen du begegnet bist...> Ein vorsichtiges, kleines Lächeln erschien auf ihren Lippen:
<Und vielleicht hattest du irgendwann auch Menschen um dich, die anders waren...> Die Kuchiki wusste selbst, dass sie damit eine ziemlich gewagte Behauptung aufstellte. Trotzdem blieb sie bei ihrer Meinung. Als der Yuuki sie plötzlich mit seiner Argumentation über menschliche Schwächen konfrontierte, wurde ihr Blick immer trauriger. Sie hörte ihm aufmerksam zu, ohne ihn zu unterbrechen. Besonders seine Worte über Familie, Freundschaft und Selbstlosigkeit beschäftigten sie. Schließlich hob sie das Terminal wieder an:
<Ich glaube, dass Menschen manchmal schreckliche Dinge tun können...> Eine weitere Zeile erschien:
<Aber das bedeutet nicht, dass alles, was sie fühlen oder füreinander tun, bedeutungslos ist> Die rosa haarige blickte ihn ruhig an:
<Wenn jemand einem anderen hilft, obwohl er nichts dafür bekommt... dann ist das für mich trotzdem etwas Wertvolles!> Ihre Wangen färbten sich erneut leicht rosa:
<Vielleicht bin ich deswegen anders als du, nenn dies ruhig schwach, wenn du willst... Aber ich möchte lieber daran glauben, dass Menschen gut sein können, auch wenn sie es nicht immer sind!> Doch dann wurde seine Aufmerksamkeit wieder auf sie gelenkt, beziehungsweise auf ihre eigene Zurückhaltung, ihre menschliche Gestalt und auf die Tatsache, dass sie sich in ihrer kleinen Pixieform freier fühlte. Sakura wurde merklich verlegen. Ihre Finger schwebten über den Tasten, ehe sie schließlich schrieb:
<Ich schäme mich nicht dafür, eine Pixie zu sein, aber du hast recht, ich schäme mich davor, dass andere mich so sehen könnten...> Sie schluckte lautlos und tippte weiter:
<Aber ich muss auch zugeben, und das hab ich noch nie jemandem gesgat, in meiner kleinen Gestalt fühle ich mich... freier...>Dann kam nach längerem Zögern:
<Aber ich kann nicht einfach aufhören, darüber nachzudenken, was andere von mir denken. Vielleicht hast du damit recht, dass ich mich manchmal selbst zurückhalte... Aber ich glaube nicht, dass ich deswegen jemand anderes sein möchte...> Für einen Moment schien die Unterhaltung wieder ruhiger zu werden, bis Mamoru ihr plötzlich deutlich näher kam. Sakura verstummte augenblicklich. Ihre Finger lagen noch auf dem Terminal, doch sie bewegten sich nicht mehr. Sie wich seinem Blick aus, und die Röte in ihrem Gesicht wurde stärker. Als sie schließlich merkte, dass ihr die Situation zu nahe ging, reagierte ihr Körper, noch bevor sie selbst bewusst darüber nachdenken konnte. Ein warmer Chakraimpuls schoss durch ihren Körper. Ihre Aura flackerte auf und die Halbpixie riss erschrocken die Augen auf. Dann begann ihre menschliche Gestalt vor ihm zu flimmern- und schrumpfte innerhalb eines Augenblicks auf ihre eigentliche Pixiegröße zusammen. Zurück blieb nur die winzige, nackte Sakura, die ihn mit großen, aufgewühlten Augen ansah und versuchte, einen Zipfel ihres Pyjamas an ihre Haut heranzutragen, um sich zu bedecken … dass ihr Terminal im selben Moment vibrierte und eine Nachricht von der Administration reinkam, bekam sie in diesem Moment nicht mit... Noch immer kribbelte die Hautstelle, die der Yuuki eben angefasst hatte und aufgeregt schlug sie mit ihren Flügeln …