Aneko erklärte mir weshalb ich in der Sache mit ihrer Familie und ihrem Clan falsch lag. Es tat mir im Herzen weh, ein Mädchen zu sehen, welches von Familie und Clan benutzt wurde. sie hielt kurz inne und lächelte süß, doch wusste ich, das sie keinerlei grund hatte, ein solches Lächeln aufzusetzen. Als sie fertig war, kam mir nur ein "Es tut mir Leid das ich was anderes behauptet habe" und lächelte sanft. Es war sicherlich Hart zu wissen, das man von der eigenen Familie, von den Menschen welche man eigentlich lieben sollte, verachtet zu werden und nur darauf wartet, weggeworfen zu werden. Als sie mir damit drohte, Probleme zu kriegen, wenn ich gerade über ihr gesagtest zu plappern, so grinste ich lediglich und nickte einmal. Ich nahm mir noch ein Brot, da ich wieder Hunger bekam, und aß dieses auf. Es war wieder Thunfisch und ich ließ es mir schmecken. "Lecker..." sagte ich als ich das Brötchen zu ende gemampft hatte. Dann stand Aneko auf und holte 5 Bienen hervor. Eine lies sie über ihre Hände kreisen und eine flog zu mir. Plötzlich, und zwar zu meiner Überraschung, verwandelten sich die Bienen in Bonbon´s. Ich fing das Bonbon auf, welche zuvor als Biene vor mir her flog, und beförderte es sofort in meinen Mund. Ich lächelte und sagte "Danke." Ich erinnerte mich eben noch daran was sie über ihren Bruder sagte und das sie ihn Beschützen musste. "Ich und dein Bruder kennen uns zwar noch nicht lange, doch bin ich bereit, ihn mit dir zu beschützen. Koste es was es wolle!" sagte ich mit solch Ernsthaftigkeit in meiner Stimme, damit Aneko überhaupt nicht darüber lachen konnte. Sie ging aus dem Zimmer und ich folgte ihr. Sie wollte meine Geschwindigkeit sehen, doch müsste ich für einen kleinen Trainingskampf mein Katana holen. Als wir an der Mutter, dem Vater und der alten Dame vorbei liefen, warf ich einen verachtungsvollen Blick zu diesen und sagte bloß leise "Schlampe...", womit die Mutter zurecht gemeint war.
TBC: Trainingsplatz über den Köpfen der Kage
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Minato aka Chris
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Kamizuru-Anwesen
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Re: Kamizuru-Anwesen
--> Straßen
Als ich wieder zu Hause ankam, dämmerte es bereits. Statt nach dem Treffen mit Kagato direkt nach Hause zu gehen hatte ich beschlossen eine zusätzliche Joggingrunde einzulegen. Ich betrat unser Haus, grüßte den Rest der Familie der gerade beim Abendessen saß und verzog mich in Richtung Bad - verschwitzt wollte ich mich nicht mit an den Tisch setzen. Schnell sprang ich unter die Dusche, zog mir frische Sachen an und band meine noch nassen Haare zu einem Zopf zusammen, damit sie mir nicht im Nacken lagen. Krank werden wollte ich ja nicht unbedingt. Ich setzte mich nun als Letzte mit an den Tisch. Dokuro-san hatte sich heute selbst übertroffen und Takoyaki, also Krakenbällchen, zubereitet. Der Rest der Familie war bereits fast fertig mit dem Essen, also beeilte ich mich ein wenig. Zuerst war es ruhig am Tisch, aber dann wandte sich meine Mutter mir zu. "Wer war der Junge heute, Aneko?", fragte meine Mutter höflich. "Kagato Sinshin.", antwortete ich ihr nachdem ich runtergeschluckt hatte. "Einer meiner neuen Trainingspartner und Teamkameraden." "Wer sind die anderen?", schloss sich nun mein Bruder an. Ich zuckte mit den Schultern. "Ein paar Suffköpfe. Kennt ihr nicht." Suffköpfe traf es wohl recht genau nach dem was ich bisher von ihnen mitbekommen hatte - zumindest waren sie alle an der Bar hängen geblieben. Weitere Namen wollte ich erstmal nicht nennen und so machte ich mich wieder über das Essen her. Meine Mutter legte ihr Besteck beiseite. "Ich werde morgen dem Hokagen einen Besuch abstatten und mit ihr über deine Teamzuteilung sprechen. Es kann nicht sein das du durch solche Gesellschaft ausgebremst wirst." Ich schüttelte den Kopf. "Nein.", widersprach ich ihr. "Ich komme klar, Mutter." Suffköpfe waren es vielleicht, aber ausgebremst wurde ich bestimmt nicht. Meine Mutter konnte allerdings auch nicht wissen, das es sich bei jedem einzelnen um einen Anbu-Anwärter handelte. Ich sah die Frau an. "Bitte gehe nicht zum Hokagen. Als Chunin ist mein Training nicht mehr von meinem Team abhängig. Ich bin selbst dafür verantwortlich und es würde kein gutes Licht auf mich werfen wenn meine Mutter für mich eintreten muss.", begründete ich es ihr so, das sie es verstehen und lassen würde. Sie nickte leicht und damit war das Thema beendet. Nach dem Abendessen verzog ich mich in mein Zimmer und nahm den Rätselblock aus meinem Nachtkästchen und warf mich damit auf mein Bett. Eine Weile würde ich noch wach bleiben, immerhin meinte Yuu er würde jedem Einzelnen noch einen Besuch abstatten wegen der Phase 3.
Als ich wieder zu Hause ankam, dämmerte es bereits. Statt nach dem Treffen mit Kagato direkt nach Hause zu gehen hatte ich beschlossen eine zusätzliche Joggingrunde einzulegen. Ich betrat unser Haus, grüßte den Rest der Familie der gerade beim Abendessen saß und verzog mich in Richtung Bad - verschwitzt wollte ich mich nicht mit an den Tisch setzen. Schnell sprang ich unter die Dusche, zog mir frische Sachen an und band meine noch nassen Haare zu einem Zopf zusammen, damit sie mir nicht im Nacken lagen. Krank werden wollte ich ja nicht unbedingt. Ich setzte mich nun als Letzte mit an den Tisch. Dokuro-san hatte sich heute selbst übertroffen und Takoyaki, also Krakenbällchen, zubereitet. Der Rest der Familie war bereits fast fertig mit dem Essen, also beeilte ich mich ein wenig. Zuerst war es ruhig am Tisch, aber dann wandte sich meine Mutter mir zu. "Wer war der Junge heute, Aneko?", fragte meine Mutter höflich. "Kagato Sinshin.", antwortete ich ihr nachdem ich runtergeschluckt hatte. "Einer meiner neuen Trainingspartner und Teamkameraden." "Wer sind die anderen?", schloss sich nun mein Bruder an. Ich zuckte mit den Schultern. "Ein paar Suffköpfe. Kennt ihr nicht." Suffköpfe traf es wohl recht genau nach dem was ich bisher von ihnen mitbekommen hatte - zumindest waren sie alle an der Bar hängen geblieben. Weitere Namen wollte ich erstmal nicht nennen und so machte ich mich wieder über das Essen her. Meine Mutter legte ihr Besteck beiseite. "Ich werde morgen dem Hokagen einen Besuch abstatten und mit ihr über deine Teamzuteilung sprechen. Es kann nicht sein das du durch solche Gesellschaft ausgebremst wirst." Ich schüttelte den Kopf. "Nein.", widersprach ich ihr. "Ich komme klar, Mutter." Suffköpfe waren es vielleicht, aber ausgebremst wurde ich bestimmt nicht. Meine Mutter konnte allerdings auch nicht wissen, das es sich bei jedem einzelnen um einen Anbu-Anwärter handelte. Ich sah die Frau an. "Bitte gehe nicht zum Hokagen. Als Chunin ist mein Training nicht mehr von meinem Team abhängig. Ich bin selbst dafür verantwortlich und es würde kein gutes Licht auf mich werfen wenn meine Mutter für mich eintreten muss.", begründete ich es ihr so, das sie es verstehen und lassen würde. Sie nickte leicht und damit war das Thema beendet. Nach dem Abendessen verzog ich mich in mein Zimmer und nahm den Rätselblock aus meinem Nachtkästchen und warf mich damit auf mein Bett. Eine Weile würde ich noch wach bleiben, immerhin meinte Yuu er würde jedem Einzelnen noch einen Besuch abstatten wegen der Phase 3.
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Re: Kamizuru-Anwesen
Der Besuch kam nicht, das stellte ich irgendwann um zehn Uhr abends fest und räumte den Block wieder weg. Schnell zog ich mich um und rechnete dabei irgendwie damit das Yuu auf meinem Bett säße wenn ich zurück käme, aber das tat er nicht. Dann hatte er wohl nicht vor heute noch aufzutauchen. Somit schloss ich die Tür ab, hängte trotzdem ein Kunai an die Klinke – würde wohl herunterfallen sofern er herein kam und mich somit wecken – dann legte ich mich schlafen und war auch gleich weg. In der früh um sechs Uhr klingelte mein Wecker und augenblicklich war ich wach. Leise zog ich meinen Jogginganzug an, verschwand für wenige Minuten im Bad und schnappte mir dann in der Küche etwas zum Essen. Auf der Theke sitzend trank ich das Glas Milch und schlang zwei Brote hinunter während ich aus dem Fenster schaute wie der Himmel aufgraute. Ich räumte alles wieder weg, machte nochmal den Umweg über mein Zimmer und holte meinen Waffengurt. So schnell würde ich hier her nicht zurückkehren. Unterwegs ließ ich noch einen Apfel in eine Tasche gleiten dann lief ich durch den Garten los. Es war die übliche Runde, beenden würde ich sie diesmal allerdings im Anbuhauptquartier und nicht bei mir zu Hause. Ich lief an der Dorfmauer entlang, kam auf der Ebene über den Kageköpfen vorbei und beobachtete von dort aus wie das Dorf langsam erwachte und die ersten Menschen auf die Straßen traten. Dann stieg ich die Treppen hinab und rannte von der Residenz aus durch den kleinen Park im Inuzukaviertel wo man immer auf Hundehaufen achten musste bis zum Fluss. Dort wollte ich ja Kagato treffen, also setzte ich mich ins vom Morgen feuchte Gras und holte den Apfel heraus. Während ich diesen aß wanderten meine Gedanken zum Bevorstehenden. Das erste Training mit den Anbu. Am gefährlichsten war dabei wohl der Anbucaptain selbst, weniger war er für uns vorbereitet hatte, sondern die spontanen Aktionen wenn sich jemand daneben benahm. Nun, einfach ruhig bleiben und möglichst schnell aus dem Weg gehen war wohl die beste Devise dafür. Ich warf einen Blick über die Schulter aber da war noch immer kein Kagato zu sehen. Merkwürdig. Ich drehte den Apfel um und knabberte genüsslich die andere Seite ab, bevor ich den Rest in den Fluss warf. Dann stand ich auf und klopfte mir den Dreck von der Kleidung. Bis ich im HQ war würde das ganze wieder trocknen. Ich hatte noch ein gutes Stück Route vor mir bevor ich ankam. Kagato hatte halt Pech.
--> AnbuHQ - Traningsplatz
--> AnbuHQ - Traningsplatz
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Re: Kamizuru-Anwesen
--> AnbuHQ
Toshiros Idee war mehr als gut – er verfrachtete den Gefangenen in die Hände eines ‚frischen‘ Anbutrupps. Modoken schien nichts mehr für mich zu haben und auch aus der Sicht des Kagamis war Schluss. Also machte ich mich auf den Weg nach Hause – so schnell es irgendwie ging.
Ich hatte mittlerweile ein dumpfes Pochen im Schädel und das Surren schwoll mit jedem Herzschlag noch an. Etwas stimmte nicht und ich fühlte den tot – auf eine Art, wie ich es nicht beschreiben konnte. Etwas oder jemand starb… es lag wie der Geruch einer Krankheit in der Luft. Alle schienen heilfroh, den Angriff überstanden zu haben, doch für mich ging es jetzt erst richtig los. Ich hetzte durch das Dorf nach Hause. Auf den ersten Blick sah alles normal aus, aber als ich die Haustür öffnete trat ich auf Glasscherben. Die große Fensterfront an der Eingangshalle entlang war vollkommen zersplittert. Scherben und Holzsplitter verteilten sich im Innenhof. Der kleine Pavillion war in die Luft gesprengt worden und überall saßen Bienen herum und klebte Honig. Die Bienen saßen. Ich fixierte eine mit dem Blick… sie bewegte sich kaum noch. Ganz langsam und träge schien sie sich zusammen zu rollen. Zum Sterben. Es fuhr mir eiskalt den Rücken hinunter. Bienen starben nicht einfach so. Sie kehrten zu ihrem Stock zurück. Ich trat hinaus in den Garten. Hier fanden sich auch Wurfwaffen und zwei Anbu waren gerade dabei, die Leiche eines Abtrünnigen zusammenzusuchen. Wie in Trance ging ich auf die Tür zu und öffnete sie. Ich sah den Rücken meiner Mutter und unsere Haushälterin, die sich zu mir umdrehte. Mein Bruder saß in einem Sessel neben dem Arzt. Die alte Frau kam mir entgegen und versuchte mich zu umarmen, redete beruhigend auf mich ein. Ich schob sie zur Seite und trat an das Ehebett. Darin lag mein Vater aufgebahrt. Gespenstisch ruhig legte ich meine Hand auf die seine. Kein Leben herrschte mehr in ihm und mein Innerstes schien sich zusammenzuziehen. Mein Magen rumorte. Honig kroch meine Kehle hinauf. Die Bienen in meinem Kopf schienen zu explodieren. Ich fasste mir an die Brust und würgte während sich alles vor mir drehte. Im nächsten Moment spürte ich eine eiskalte Hand in meinem Nacken die mich hochriss. Spitze Fingernägel bohrten sich in meine Haut und im nächsten Moment tauchte das Gesicht meiner Mutter vor mir auf. Sie schrie irgendwas, das von dem Summen der tausend Bienen in mir übertönt wurde. Sie schüttelte ich um das einzige, was ich von ihren Lippen lesen konnte, war ‚Schuld‘. Ich riss mich erst von ihr los als der Arzt ihren Arm packte, aber sie wollte weiter auf mich losgehen. Einzelne Silben kamen wieder zu mir durch. „Du müsstest – deine Schuld – deinetwegen – beschützen – tot – Schuld.“ Mir wurde wieder schwindlig, aber aus einem anderen Grund. Ich hätte da sein müssen! Die Furie riss sich von dem Arzt los, stieß ihn zur Seite und holte aus um mir eine zu Scheuern. Ich stand regungslos da und hätte die Ohrfeige entgegen genommen. Da rührte sich mein Bruder auf dem Sessel. Er kippte vorne über und sofort schellten bei mir die Alarmglocken. Ich duckte mich unter ihrem Schlag weg, machte den Sprung zu meinem Bruder und hob ihn in einer Bewegung von der Couch. Er hatte die Augen verdrehte und atmete keuchend. Das Surren in meinem Kopf wurde leiser als ich mit ihm im Arm – diesem zerbrechlichen Häufchen Elend – über die Hausdächer sprang. Zum X-ten Mal heute in Richtung Krankenhaus. Ich fand seine Ärztin schnell und gab ihn in ihre Obhut. Sie schickte mich hinaus und befahl mir mich draußen hinzusetzen und ein Glas Wasser zu trinken. Also saß ich da… ohne eine Regung von mir zu geben mit dem Wasser in der Hand. Irgendwann rauschte der Funkempfänger und ich nahm ihn unbedacht ab. Ließ ihn in eine Gürteltasche gleiten ohne auf die Mitteilung zu achten. Eine Ewigkeit später – oder auch erst fünf Minuten danach – konnte ich wieder in das Zimmer meines Bruders. Er lag ruhig atmend in dem Krankenbett unter dem Fenster. Sah schon fast wieder friedlich und gesund aus. Sanft küsste ich ihn auf die Stirn und legte Honigbonbons auf das Nachtkästchen neben ihm. Dann verließ ich das Krankenhaus wieder. Gedankenlos lief ich durch das Dorf und landete schließlich am Fluss. Saß hoch oben in einer Baumkrone und betrachtete mit Stummen Blick die Wasseroberfläche. Meine Schuld. Ich hätte für sie da sein müssen. Hätte ihnen helfen müssen. Hätte sie beschützen müssen.
Als der Horizont schon wieder grau wurde, fielen meine Augen schließlich zu – aber der Schlaf hatte nichts Erholsames.
Plötzlich fiel ich. Automatisch rollte ich mich zusammen und schütze meinen Kopf beim Aufprall mit den Händen. „Arbeitsverweigerung ist nicht.“, meinte eine strenge Stimme als ich in das Licht blinzelte. „Gott siehst du schlimm aus. Okay, lauf noch schnell zu Hause vorbei und zieh dich um. Nachdem du eh schon einen halben Tag Verspätung hast fällt Mephisto das auch nicht mehr auf.“ Das Bild einer Anbumaske stellte sich vor meinem Auge scharf während ich mir den Kopf rieb. „Mephisto?“ „Hat gestern nach dir verlangt in der Wohnung der Kagin. Beeil dich besser.“ Damit verschwand der Anbu wieder. Ich saß noch einen Moment perplex auf dem Boden. Die letzte Nacht hallte in meinem Körper nach und ich fühlte mich steif. Langsam sortierte mein Kopf das Geschehene und ich nahm Sachen wahr, die ich gestern einfach ausgeblendet hatte. Die Durchsage, die ich mir nicht einmal bis zum Ende angehört hatte… sie begann mit Ziffer 6. Schnell war ich auf den Beinen und wollte loslaufen, dann erinnerte ich mich an das Kommentar des Boten. Mein Spiegelbild im Wasser bestätigte seine Worte. Ich sollte vorher was neues anziehen… irgendwann hatte ich gestern offenbar auch gekotzt… Honig gekotzt. Er hing noch vermischt mit Blättern und Rinde auf meinem T-Shirt. Schnell machte ich mich auf den Weg nach Hause um mich umzuziehen.
Dort erwartete mich das immer noch zerstörte Haus. Meine Mutter würdigte mich keines Blickes als ich hereinkam. Sie trug schwarz. Der Wohnraum war schon wieder aufgeräumt. Ich ging in mein Zimmer und zog frische Sachen an – bald müsste ich mir ebenfalls etwas Schwarzes besorgen. Ich entschloss besser auch gleich duschen zu gehen. Trotzdem war ich keine zehn Minuten nachdem ich zu Hause war schon wieder auf dem Weg zur Hokagin. Das konnte jetzt lustig werden. Ich nahm den Funksender wieder aus der Tasche und legte ihn an. Schaltete auf die Frequenz des Chefs. „Mephisto-sama. Hier Ziffer 6. Kann ich vorbei kommen? Ich erklär Ihnen dann was mich gestern abgehalten hat.“, fragte ich per Funk an. In der Hoffnung er würde mir auf diese Art nicht gleich um die Ohren fliegen. Obwohl es meinen Zustand kaum verschlechtern könnte.
--> Wohnung der Hokagin
Toshiros Idee war mehr als gut – er verfrachtete den Gefangenen in die Hände eines ‚frischen‘ Anbutrupps. Modoken schien nichts mehr für mich zu haben und auch aus der Sicht des Kagamis war Schluss. Also machte ich mich auf den Weg nach Hause – so schnell es irgendwie ging.
Ich hatte mittlerweile ein dumpfes Pochen im Schädel und das Surren schwoll mit jedem Herzschlag noch an. Etwas stimmte nicht und ich fühlte den tot – auf eine Art, wie ich es nicht beschreiben konnte. Etwas oder jemand starb… es lag wie der Geruch einer Krankheit in der Luft. Alle schienen heilfroh, den Angriff überstanden zu haben, doch für mich ging es jetzt erst richtig los. Ich hetzte durch das Dorf nach Hause. Auf den ersten Blick sah alles normal aus, aber als ich die Haustür öffnete trat ich auf Glasscherben. Die große Fensterfront an der Eingangshalle entlang war vollkommen zersplittert. Scherben und Holzsplitter verteilten sich im Innenhof. Der kleine Pavillion war in die Luft gesprengt worden und überall saßen Bienen herum und klebte Honig. Die Bienen saßen. Ich fixierte eine mit dem Blick… sie bewegte sich kaum noch. Ganz langsam und träge schien sie sich zusammen zu rollen. Zum Sterben. Es fuhr mir eiskalt den Rücken hinunter. Bienen starben nicht einfach so. Sie kehrten zu ihrem Stock zurück. Ich trat hinaus in den Garten. Hier fanden sich auch Wurfwaffen und zwei Anbu waren gerade dabei, die Leiche eines Abtrünnigen zusammenzusuchen. Wie in Trance ging ich auf die Tür zu und öffnete sie. Ich sah den Rücken meiner Mutter und unsere Haushälterin, die sich zu mir umdrehte. Mein Bruder saß in einem Sessel neben dem Arzt. Die alte Frau kam mir entgegen und versuchte mich zu umarmen, redete beruhigend auf mich ein. Ich schob sie zur Seite und trat an das Ehebett. Darin lag mein Vater aufgebahrt. Gespenstisch ruhig legte ich meine Hand auf die seine. Kein Leben herrschte mehr in ihm und mein Innerstes schien sich zusammenzuziehen. Mein Magen rumorte. Honig kroch meine Kehle hinauf. Die Bienen in meinem Kopf schienen zu explodieren. Ich fasste mir an die Brust und würgte während sich alles vor mir drehte. Im nächsten Moment spürte ich eine eiskalte Hand in meinem Nacken die mich hochriss. Spitze Fingernägel bohrten sich in meine Haut und im nächsten Moment tauchte das Gesicht meiner Mutter vor mir auf. Sie schrie irgendwas, das von dem Summen der tausend Bienen in mir übertönt wurde. Sie schüttelte ich um das einzige, was ich von ihren Lippen lesen konnte, war ‚Schuld‘. Ich riss mich erst von ihr los als der Arzt ihren Arm packte, aber sie wollte weiter auf mich losgehen. Einzelne Silben kamen wieder zu mir durch. „Du müsstest – deine Schuld – deinetwegen – beschützen – tot – Schuld.“ Mir wurde wieder schwindlig, aber aus einem anderen Grund. Ich hätte da sein müssen! Die Furie riss sich von dem Arzt los, stieß ihn zur Seite und holte aus um mir eine zu Scheuern. Ich stand regungslos da und hätte die Ohrfeige entgegen genommen. Da rührte sich mein Bruder auf dem Sessel. Er kippte vorne über und sofort schellten bei mir die Alarmglocken. Ich duckte mich unter ihrem Schlag weg, machte den Sprung zu meinem Bruder und hob ihn in einer Bewegung von der Couch. Er hatte die Augen verdrehte und atmete keuchend. Das Surren in meinem Kopf wurde leiser als ich mit ihm im Arm – diesem zerbrechlichen Häufchen Elend – über die Hausdächer sprang. Zum X-ten Mal heute in Richtung Krankenhaus. Ich fand seine Ärztin schnell und gab ihn in ihre Obhut. Sie schickte mich hinaus und befahl mir mich draußen hinzusetzen und ein Glas Wasser zu trinken. Also saß ich da… ohne eine Regung von mir zu geben mit dem Wasser in der Hand. Irgendwann rauschte der Funkempfänger und ich nahm ihn unbedacht ab. Ließ ihn in eine Gürteltasche gleiten ohne auf die Mitteilung zu achten. Eine Ewigkeit später – oder auch erst fünf Minuten danach – konnte ich wieder in das Zimmer meines Bruders. Er lag ruhig atmend in dem Krankenbett unter dem Fenster. Sah schon fast wieder friedlich und gesund aus. Sanft küsste ich ihn auf die Stirn und legte Honigbonbons auf das Nachtkästchen neben ihm. Dann verließ ich das Krankenhaus wieder. Gedankenlos lief ich durch das Dorf und landete schließlich am Fluss. Saß hoch oben in einer Baumkrone und betrachtete mit Stummen Blick die Wasseroberfläche. Meine Schuld. Ich hätte für sie da sein müssen. Hätte ihnen helfen müssen. Hätte sie beschützen müssen.
Als der Horizont schon wieder grau wurde, fielen meine Augen schließlich zu – aber der Schlaf hatte nichts Erholsames.
Plötzlich fiel ich. Automatisch rollte ich mich zusammen und schütze meinen Kopf beim Aufprall mit den Händen. „Arbeitsverweigerung ist nicht.“, meinte eine strenge Stimme als ich in das Licht blinzelte. „Gott siehst du schlimm aus. Okay, lauf noch schnell zu Hause vorbei und zieh dich um. Nachdem du eh schon einen halben Tag Verspätung hast fällt Mephisto das auch nicht mehr auf.“ Das Bild einer Anbumaske stellte sich vor meinem Auge scharf während ich mir den Kopf rieb. „Mephisto?“ „Hat gestern nach dir verlangt in der Wohnung der Kagin. Beeil dich besser.“ Damit verschwand der Anbu wieder. Ich saß noch einen Moment perplex auf dem Boden. Die letzte Nacht hallte in meinem Körper nach und ich fühlte mich steif. Langsam sortierte mein Kopf das Geschehene und ich nahm Sachen wahr, die ich gestern einfach ausgeblendet hatte. Die Durchsage, die ich mir nicht einmal bis zum Ende angehört hatte… sie begann mit Ziffer 6. Schnell war ich auf den Beinen und wollte loslaufen, dann erinnerte ich mich an das Kommentar des Boten. Mein Spiegelbild im Wasser bestätigte seine Worte. Ich sollte vorher was neues anziehen… irgendwann hatte ich gestern offenbar auch gekotzt… Honig gekotzt. Er hing noch vermischt mit Blättern und Rinde auf meinem T-Shirt. Schnell machte ich mich auf den Weg nach Hause um mich umzuziehen.
Dort erwartete mich das immer noch zerstörte Haus. Meine Mutter würdigte mich keines Blickes als ich hereinkam. Sie trug schwarz. Der Wohnraum war schon wieder aufgeräumt. Ich ging in mein Zimmer und zog frische Sachen an – bald müsste ich mir ebenfalls etwas Schwarzes besorgen. Ich entschloss besser auch gleich duschen zu gehen. Trotzdem war ich keine zehn Minuten nachdem ich zu Hause war schon wieder auf dem Weg zur Hokagin. Das konnte jetzt lustig werden. Ich nahm den Funksender wieder aus der Tasche und legte ihn an. Schaltete auf die Frequenz des Chefs. „Mephisto-sama. Hier Ziffer 6. Kann ich vorbei kommen? Ich erklär Ihnen dann was mich gestern abgehalten hat.“, fragte ich per Funk an. In der Hoffnung er würde mir auf diese Art nicht gleich um die Ohren fliegen. Obwohl es meinen Zustand kaum verschlechtern könnte.
--> Wohnung der Hokagin
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