Beitragvon Noru Arita » Do 29. Mär 2012, 15:28
Nachdem der rothaarige Arita durch ein Katon Jutsu Dunkelheit getrotzt und somit Licht erzeugt hatte, war sein Part erstmal getan, denn nun war es an seinem Freund, der ihm ein Lehrmeister in der Chakrakontrolle sein wollte. Eine gute Revanchierung für die Technik Chidori Katana, die Noru dem dunkelhäutigen Shorai beigebracht hatte, stellte der Führer von Yūbōna Kibō zumindest fest, was wohl Askiris genauso sah. Es freute Noru, dass sein ANBU-Kollege daran gedacht hatte, den der war ja ein absoluter Meister in Chakra, so gab es wohl kaum jemanden besseren, der dem Kenjutsuka ein Lehrer in Sachen Chakrakontrolle sein konnte. So lauschte der Arita also genau den Worten des schwarzen Blitzes von Konoha.
"Um deine Chakrakontrolle zu verbessern möchte ich dir heute zwei Dinge beibringen. Zum einen sollst du zu deinem Chakrafluss finden, ihn empfinden und lenken lernen. Zum anderen erwarte ich von dir das du das Chakra in dir zu konzentrieren lernst. Soweit die Theorie - nun die Praxis: Nimm' bitte unter dem Wasserfall Platz." Zuerst sah er dem blonden Shinobi zu, wie er seinen Arm in den Wasserfall hob und die Wand aus Wasser an der Stelle teilte, dann nahm er langsam Platz. So wie der Meister, so auch der Schüler, also tat „Ryoku“ es seinem Lehrer nach und setzte sich im Yogasitz unter die gewaltigen Mengen des Wassers. Binnen weniger Sekunden war er Platschnass und die Haare und Kleidung klebten an seinem Körper. Außerdem wurden sie ungeheuer schwer, da sie das ganze Wasser aufsogen, doch unter den Wassermengen merkte Noru das gar nicht. Nachdem die beiden Ninjas unter dem Wasserfall Platz genommen hatten und den Gewalten dieser Wasserquelle trotzen, fuhr der Ninja mit dem Ranton Element fort: "Fließendes Wasser soll deine Konzentration auf den, in dir befindlichen, Chakrafluss lenken. Er dient dir als Metapher; oder auch als Hilfe wenn du so willst. Konzentriere dich auf dein innerstes Ich. Halte deinen Kopf frei von jeglichen Gedanken und schau dir sozusagen in die Seele. Tue das solange bis du eine jede einzelne Gliedmaße und den darin bestehenden Fluss spürst. Ich weiß, das mag jetzt abstrakt klingen... aber gehe einfach mal deiner natürlichen Intuition beim Wirken von Ninjutsus nach. Sollte dir dieser Schritt auf Anhieb gelingen folgt Schritt zwei. Versuche dich vor dem Wasser um dir zu schützen. Leite Chakra über deinen Kopf und erzeuge ein Schild was dich trocken hält. Diese Aufgabe hat natürlich seine Tücken, da der Wasserdruck hier recht hoch ist. Ich führe dir das Ganze natürlich einmal vor."
Die Augen, die Noru vorher geschlossen hatte, um sich besser zu konzentrieren, doch auch als Schutz vor dem Wasser, schlug er, nachdem Askiris fertiggesprochen hatte, auf und schielte zu diesem hinüber. Der dunkelfarbene Konoha-Nin formte zuerst ein Fingerzeichen und kehrte komplett in sich hinein. Nun setzte er das in die Tat um, was er vorher erklärte. Ein blauflackernder Schimmer bildete sich um den Körper des Shorais und verbreitete sich immer mehr aus, während es zusätzlich noch heller wurde. Ein beeindruckender Anblick war es alle Mal, was natürlich durch die Tatsache, dass Askiris nun von einem Schild umgeben war, das kein Wasser durchdringen ließ, nochmal besonderer war. Es wirkte fast so, als ob das Wasser bei dem Schild wieder in die entgegengesetzte Richtung, wo es also herkam, zurückschießt, was schon eindrucksvoll anzusehen war. Der Schild zerbrach, als der blonde Shinobi seine Augen wieder öffnete und seine Hände voneinander löste.
Nun war der Arita an der Reihe, der davon überzeugt war, dass er es schaffte, denn das Spiel mit der Konzentration, den Gedanken und dem in sich kehren, hat er schon sehr häufig gespielt, so war dies also kein großes Problem. Noch mal tief durchgeatmet, dann konnte es auch schon beginnen. Als er in sich hinein kehrte, bekam er, trotz seiner gut ausgeprägten Sinne, nichts mehr von seiner Umgebung mit und konzentrierte sich darauf, wie das Chakra durch seinen Körper floss. Den Kopf freihalten war für ihn nicht schwer, da das für ihn eigentlich Alltag war. Es war ein seltsames, doch vor allem ungewohntes Gefühl, nur den Chakrafluss zu spüren, doch es war ein gutes Gefühl, an welches Noru sich gewöhnen konnte. Dann, als er in jeder einzelnen Gliedmaße den Fluss des Chakras spürte, sprang er zu Schritt zwei über. Der Kenjutsuka konzentrierte das Chakra über seinem Kopf, wie es Askiris zuvor getan hatte, jedoch leuchtete es nicht wie bei diesem blau, sondern in einem orangefarbenen Ton. Vielleicht wirkte es nicht ganz so eindrucksvoll wie bei dem Shorai zuvor, jedoch hatte es schon das gewisse etwas. Es wirkte nämlich fast so, als wären die Flammenzungen der Fackeln auf den Kopf des Aritas übergesprungen. Die Sache mit dem Schild war aber auf Grund des hohen Drucks der Wassergewalten nicht so einfach. Mehrmals versuchte der Führer von Yūbōna Kibō den Schild zu erschaffen, jedoch immer kurz vor der Vollendung brach er zusammen. Doch einmal spürte der Rotschopf, wie er für kurze Zeit nicht nass wurde, was ihm einiges mehr an Selbstvertrauen und Ansporn verschaffte und ja, es klappte, er konnte den Schild aufrecht erhalten, der erste Meilenstein in Sachen Chakratraining, war also gesetzt worden. Nachdem er das Fingerzeichen löste, löste sich der Schild auf und das konzentrierte Chakra floss zurück in den Körper des ANBUs. Der Blick, den er nun seinem Lehrmeister zuwarf, konnte seinen Dank mehr ausdrücken, als Worte es jemals hätten tun können. "Danke. Schritt eins und zwei sind absolviert, was kommt als nächstes, mein Freund und Meister?"