
Die weitläufigen Ebenen in Kaminari no Kuni sind hauptsächlich begrast. Da es sich bereits um Hochland handelt sind auch hier und da schon Felsen unterschiedlicher Größe zu sehen, die aus dem Boden ragen. Die Umgebung ist nicht sonderlich eben, denn es lassen sich schon erste Anzeichen der nahenden Gebirgsketten Kaminari no Kunis am Horizont erahnen. Folgerichtig ist die Umgebung hier auch eher Hügelig und unüberschaubar gehalten. Die Ebenen liegen hauptsächlich im Süden des Landes.
Katahenshin landete an der Küste Kaminari no Kunis. Wiedermal hatte er sich seiner überaus praktischen Fähigkeit bedient, sich in quasi alles verwandeln zu können, was er grade sein wollte. So war er dieses Mal wieder zu einem seiner favorisierten Tiere geworden, dem Delphin. Zugegebenermaßen war das Wasser nördlich von Kirigakure, wo er zu Wasser gegangen war, und an der Küste Kaminari no Kunis nicht warm genug für einen Delphin, aber da er sich so schneller fortbewegen konnte, als mit einem Boot, war er relativ schnell angekommen. Auch erwies es sich wiedereinmal als notwendig, dass er seinen Seesack regelmäßig einfettete, damit er wasserdicht blieb. So gelandet, verwandelte Katahenshin sich zurück in einen Menschen und legte den Reisemantel, den er im Seesack verstaut hatte, wieder an. Katahenshin überlegte kurz, welche Tiere relativ ausdauernd, und dennoch schnell wandern konnten. Er entschied sich dafür, eine Gazelle zu werden. Kurz verformte sich sein Körper, zu dem einer Gazelle. Sein Seesack war günstigerweise an seinem Rücken festgezurt. Wenn er den Kopf zu weit nach unten beugte, dann schnitt der Riemen etwas in den Hals, doch er musste ja nicht so weit nach unten sehen. So drappiert machte sich Katahenshin los und trabbte in moderatem Tempo über die Ebenen Kaminari no Kunis.
In dieser Gestallt kam Katahenshin recht fix voran. Gazellen schienen Ausdauernde Tiere zu sein, die durchaus lange über solcherlei Gelände ohne Mühe laufen konnten. Interessant, zumal sie ja eigentlich südländischer anzutreffen waren. Plötzlich spürte Katahenshin, dass etwas in der Luft war. Subtil hatte er etwas gehört. Ein Knurren? Ein hechelnder Atem? Der Shinobi Katahenshin, der sich in der Gestall der Gazelle versteckte, spürte die Umgebung ab. Wenn er sich nicht irrte, lauerte weniger Meter von ihm entfernt hinter einem Felsen ein Tier. Aber was für eins? Das konnte er nicht erspüren. Die Präsenz der Tiere war sowieso eher schwach. Katahenshin wusste nur nicht, was er nun tuen sollte. Je nachdem was da lauert, habe ich aber nicht mehr viel Zeit, nachzudenken. Was kann gegen einen Wolf oder etwas ähnliches kämpfen? Das wird es nämlich sein. Ich bin ja aktuell Beute. Am besten ich verwandle mich wieder zurück. Grade als Katahenshin sich verformte und nun - sehr viel kleiner wohlgemerkt - auf allen vieren Auf dem Boden kniete, sprang etwas auf ihn zu. Tatsächlich war es ein Wolf, der da mit der Gazelle wohl auf seine Beute gehofft hatte, doch da er den Hals des Tieres anvisiert hatte, sprang der Jäger nun über Katahenshin hinüber und rollte hinter ihm etwas über den Boden. Schnell rappelten sich Jäger und gejagter auf. Mit der rechten zog Katahenshin sein Katana. Es wäre unschön, würde der Wolf davon nicht eingeschüchtert werden, denn dann würde die Qualität der Klinge an der ledrigen Haut und dem zähen Fleisch des Tieres sicherlich leiden, doch es kam ja glücklicherweise sowieso seltener zum Einsatz. Katahenshin führte ein allgemein eher ruhiges Leben für einen Shinobi. Selten kämpfte er. Sein letzter Kampf - sofern er sich erinnern konnte - war in Ta no Kuni gewesen. Er hatte dort mit Fei an einem Wettkampf teilgenommen und in diesem gegen verschiedene Gegner gekämpft, die teilweise sogar Potential hatten. Doch er durfte jetzt nicht in Erinnerungen schwelgen. Es war wichtig, sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren.
Der Wolf hatte angefangen ihn zu umkreisen. Er wartete wohl eine günstige Position ab. Katahenshin drehte sich nicht mit dem Wolf mit. Er konzentrierte sich entgegengesetzt auf seine Präsenz. Er erhoffte sich, dass der Wolf ihn anspringen würde, wenn er in seinem Rücken war. Er musste diesen Moment genau abpassen, um dem Wolf dann in einer eleganten Drehung die Klinge in den Bauch zu rammen. Katahenshin wusste aus eigener Erfahrung, dass Vierbeiner am Rücken immer kräftiger waren als am Bauch. Dieser war seltener so gut geschützt, weswegen es sinnvoll war, dort anzugreifen. Katahenshin Plan war simpel wie genial. Er stellte sich genau vor, wie er sich ducken und das Katana hochreißen würde.
Tatsächlich griff der Wolf ihn an, als er in Katahenshins Rücken war. Doch er vereitelte Katahenshin Plan gekonnt, denn mitnichten sprang das Tier auf ihn zu. Es schien von der Aktion gegen die Gazelle gelernt zu haben, diesen Gegner nicht anzuspringen, daher rannte er zu Boden, tief geduckt auf Katahenshin zu, und hatte wohl sein rechtes Bein als Ziel. Katahenshin spürte das, und sprang blitzschnell in die Höhe und stieß sich dabei so ab, dass er über den Wilf hinweg, hinter ihn sprang. Hätte er dies vorhergesehen, hätte Katahenshin ihm dabei das Katana in ein Auge oder auf die Rute schlagen könnten, doch dieser Angriff kam zu überraschend, da er etwas völlig anderes eingeplant hatte. Ich darf nicht so eingeschränkt planen., dachte Katahenshin verbittert. Der Wolf griff schon wieder an. Er hatte sich umgedreht und rannte auf Katahenshin zu. Dieser überlegte schnell und hatte dann eine Idee. Er sprang zur Seite und lies den Wolf in seinem Tempo an ihm vorbeirennen. Schnell steckte Katahenshin das Katana wieder ein, zog eine Rauchbombe und warf diese auf den Boden. Der Rauch würde den Wolf hoffentlich kurze Zeit behindern. Aber Katahenshins Idee war quasi genial. Er lief einige Schritte zurück, aus dem Rauch heraus, konzentrierte sich und verwandelte sich.
Der Wolf schnüffelte. Er sah durch den Rauch nichts mehr. Der Rauch biss ihm in die Augen, dass sie ein wenig tränten. Er knurrte und duckte sich auf den Boden. Er durfte jetzt keine Schwäche gegen den Gegner zeigen. Er wartete einige Minuten, bis sich der Rauch verzogen hatte. In dem Moment, wo er das Ungeheuer sah, ertönte ein für ihn markerschüternt, lauter Ton. Winselnd zog er den Schwanz ein. Er sah sich einem gigantischen Monstrum gegenüber. Es war etwa 5 bis 6 mal so groß wie eher und groß wie ein Kollos. Verängstigt knurrte er dieses Monstrum, vor dem er eigentlich Angst hatte noch einmal an, aber als dieses nocheinmal diesen Markerschütternten Ton von sich gab, drehte er sich um und suchte das Weite.
Katahenshin war sehr zufrieden. Seine Taktik hatte gewirkt. Freudig hob er erneut den Rüssel und trompetete laut in die Umgebung hinein. Elefanten waren schon etwas tolles. Er fühlte sich etwas dick und schwerfällig, doch seine Größe war nun imens. Er schlackerte mit den Ohren, dann verformte er sich erneut und wurde wieder zu dem Menschen. Er nahm sich seinen Seesack und reiste so weiter. Er hatte keine Lust, als Gazelle noch einen Wolf anzulocken, weshalb er sich entschied als Mensch weiterzureisen. Außerdem hatte er ja ein beträchtliches Stück bereits geschafft. Als würde wohl in einer, vielleicht in 2 Stunden das Meer erreichen, von wo aus er nach Yukigakure kommen würde.
tbc: [Yukigakure] Nordmeer [Umgebung]





